Sunday, November 8, 2009

Nüchterne, subjektive Gedanken zur Audimax-Besetzung

Ja, diese Form von Widerstand ist zu befürworten und ja, die meisten der Forderungen sind gerechtfertigt und absolut zu unterstützen. Es ist einfach so, dass in Sachen Bildung sehr viel falsch läuft und dass manche dieser Missstände durch etwas politischen Willen und finanzielle Mittel verbessert oder behoben werden könnten.
Was ich auch sehr bemerkenswert finde, ist dieses Gemeinschaftsgefühl, das man verspürt, wenn man sich im Audimax unter die Menschen mischt. Revolutionsgeist ist genauso spürbar wie Enthusiasmus, Wut und dem Streben nach einer gewissen persönlichen Freiheit. Aber je öfter ich hinkomme, desto mehr spüre ich auch eine gewisse „Wurschtigkeit“ mancher Menschen gegenüber den Themen, um die es eigentlich geht.
Die Masse kann etwas bewirken, wenn alle an einem Strang ziehen. Doch eine Definition des gemeinsamen Stranges scheint auf den zweiten Blick schwierig. Der Forderungskatalog ist lange und teilweise sehr präzise ausformuliert. Aber ist jede/r Besetzer/in im Audimax mit diesen Forderungen einverstanden? Ordnet man sich also als Besucher/in diesem „Codex“ unter? Spaltet nicht z.B. das Quotenthema die Besetzer/innen? Und wozu führt man ein Rauchverbot im Audimax ein, wenn sich im Endeffekt sowieso die meisten nicht daran halten? Es wirkt so als ob sich die Revolution aufspalte, statt Einigung passiert Gruppenbildung, statt Menschen die engagiert bei der Sache sind, scheint es als ob nun viele primär Partyorientierte das Bild bestimmen.
Es wäre wirklich schade, wenn diese Bewegung an der Unfähigkeit, sich auf das eigentliche Ziel zu konzentrieren, scheitern würde.


1 comments:

Unknown said...

schau mal dieses Video:
http://video.google.com/videoplay?docid=7065205277695921912#
dieses Gefühl du hast kommt von einer Quelle.... die Politik. Politiker werden in der Zukunft nicht nötig sein.